Energieeffizienzklassen A bis G in einem Satz erklärt
Die Energieeffizienzklasse zeigt auf einen Blick, wie viel Strom ein Gerät im Vergleich zu ähnlichen Modellen verbraucht: A steht für besonders sparsam, G für sehr hohen Verbrauch – je weiter vorne im Alphabet, desto effizienter.
Warum die Energieeffizienzklasse beim Gerätekauf so wichtig ist
Bei vielen Haushaltsgeräten sind die Anschaffungskosten nur ein Teil der Wahrheit. Kühlschrank, Waschmaschine oder Fernseher laufen jahrelang – und verbrauchen dabei dauerhaft Strom. Die Energieeffizienzklasse hilft, diesen laufenden Verbrauch zu vergleichen, ohne selbst komplizierte Datenblätter zu studieren.

Wichtige Gründe, warum sich das Verstehen der Klassen lohnt:
- Laufende Kosten: Ein Gerät mit besserer Klasse kann über die Nutzungsdauer deutlich weniger Strom verbrauchen als ein günstigeres, aber ineffizientes Modell.
- Planbare Ersparnis: Wer den angegebenen Jahresverbrauch mit dem eigenen Strompreis multipliziert, kann die groben Stromkosten pro Jahr abschätzen.
- Umweltwirkung: Weniger Stromverbrauch bedeutet in der Regel auch weniger CO₂-Emissionen im Hintergrund.
- Wiederverkaufswert: Effiziente Geräte sind oft länger gefragt, wenn sie gebraucht weitergegeben werden.
Gerade wenn Sie energieeffiziente Haushaltsgeräte kaufen möchten, ist das Energielabel der schnellste Einstieg in den Vergleich.
Die neuen EU-Energielabel von A bis G: Was wurde umgestellt?
Früher gab es auf vielen Geräten Klassen wie A+, A++ oder A+++. Diese Skala war mit der Zeit unübersichtlich geworden, weil fast alle neuen Geräte im A-Bereich lagen. Deshalb wurden die Label auf eine klare Skala von A bis G zurückgesetzt.
Wesentliche Punkte der neuen Skala:

- Nur noch A bis G: Es gibt keine Pluszeichen mehr. A ist die beste, G die schlechteste Klasse.
- Strengere Maßstäbe: Ein Gerät, das früher A+++ war, landet nach der neuen Einstufung oft nur noch in B, C oder sogar D. Das bedeutet nicht, dass es schlechter geworden ist, sondern dass die Messlatte höher liegt.
- Vergleich innerhalb einer Gerätegruppe: Ein Kühlschrank der Klasse B wird nur mit anderen Kühlschränken verglichen, nicht mit Waschmaschinen oder Fernsehern.
- Mehr Infos auf dem Label: Neben der Klasse werden konkrete Verbrauchswerte (z. B. kWh pro Jahr oder pro 100 Zyklen) angegeben.
Für die Praxis heißt das: Wenn Sie ein neues Gerät kaufen, sollten Sie immer prüfen, ob es bereits das neue Label (A–G) trägt. Alte und neue Label lassen sich nicht 1:1 vergleichen, geben aber jeweils innerhalb ihrer Skala eine Orientierung.
Aufbau des Energielabels: Pfeile, Symbole und QR-Code in Worten beschrieben
Das EU-Energielabel ist bewusst einheitlich gestaltet, damit Sie es im Laden und online schnell erkennen. Typischer Aufbau von oben nach unten:
- Oben links: EU-Logo und Gerätekategorie
Hier steht, um welche Art Gerät es sich handelt, etwa „Kühl- und Gefriergerät“, „Waschmaschine“ oder „Fernseher“. - Oben rechts: Modellbezeichnung
Herstellername und genaue Modellnummer helfen, das Gerät eindeutig zuzuordnen. - Links mittig: Farbbalken mit Pfeilen von A bis G
Ein senkrechter oder leicht schräger Balken zeigt die Klassen A bis G. A ist dunkelgrün, G ist rot. Ein schwarzer Pfeil mit der tatsächlichen Klasse des Geräts zeigt auf den entsprechenden Farbbalken. - Rechts neben den Farbbalken: Großes Buchstabenfeld
Die Energieeffizienzklasse (z. B. „C“) ist dort deutlich in einem großen Buchstaben dargestellt. - Darunter: Piktogramme mit Verbrauchsangaben
Je nach Gerätetyp sehen Sie mehrere kleine Symbole mit Zahlen, zum Beispiel:- Ein Stecker-Symbol mit „kWh/annum“ oder „kWh/100 Zyklen“ für den Energieverbrauch.
- Ein Wasserhahn-Symbol mit Litern pro Zyklus (z. B. bei Waschmaschinen).
- Ein Lautsprecher-Symbol mit Dezibel-Angabe und Geräuschklasse (z. B. bei Geschirrspülern, Dunstabzugshauben).
- Ein Fassungsvermögen-Symbol mit Litern (Kühlgeräte) oder Kilogramm (Waschmaschinen).
- Oben rechts oder oben links: QR-Code
Der quadratische QR-Code führt zu einer EU-Datenbank, in der technische Details zum Gerät hinterlegt sind. Mit dem Smartphone können Sie den Code scannen und weitere Informationen abrufen.
Wenn Sie das Label betrachten, lohnt es sich, nicht nur auf den Buchstaben zu achten, sondern auch die Piktogramme zu lesen. Sie zeigen, wie das Gerät im Alltag arbeitet: Wie viel Wasser, wie laut, wie groß.
Typische Geräte und was die Energieeffizienzklasse dort bedeutet
Die Energieeffizienzklasse hat je nach Gerätetyp eine etwas andere Bedeutung, weil die Nutzung unterschiedlich ist. Drei typische Beispiele:
Kühlschrank und Gefriergerät
- Nutzungsprofil: Läuft 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr.
- Label-Angabe: Jahresstromverbrauch in kWh pro Jahr, Nutzinhalt in Litern, Geräuschpegel in Dezibel.
- Praxis: Schon ein Unterschied von einer Klasse (z. B. C statt D) kann sich über viele Jahre summieren, weil das Gerät ständig in Betrieb ist.
Waschmaschine
- Nutzungsprofil: Läuft nur während der Waschgänge, aber mit hoher Leistung.
- Label-Angabe: Energieverbrauch in kWh pro 100 Waschzyklen, Wasserverbrauch pro Zyklus, Schleuderwirkung, Programmdauer, Fassungsvermögen in kg.
- Praxis: Wer häufig wäscht, profitiert stärker von einer besseren Klasse als ein Single-Haushalt mit wenigen Waschgängen.
Fernseher und Monitore
- Nutzungsprofil: Täglich einige Stunden, je nach Haushalt sehr unterschiedlich.
- Label-Angabe: Energieverbrauch in kWh pro 1000 Stunden, Bildschirmdiagonale, Auflösung.
- Praxis: Größere Bildschirme verbrauchen meist mehr Strom. Eine gute Klasse hilft, diesen Mehrverbrauch zu begrenzen.
Vergleich der Energieeffizienzklassen: Was bedeutet A im Vergleich zu C, D oder E?
Die Energieeffizienzklasse zeigt ein Verhältnis: Wie viel Energie braucht ein Gerät für eine bestimmte Leistung im Vergleich zu anderen Geräten derselben Art. Eine Klasse A ist also effizienter als C, D oder E. Wie groß der Unterschied im Alltag ist, hängt vom Gerätetyp und der Nutzung ab.
Um das greifbarer zu machen, hilft ein Vergleich mit typischen Verbrauchsangaben. Die folgenden Werte sind vereinfachte Beispiele zur Orientierung. Für konkrete Entscheidungen sollten Sie immer die Angaben auf dem tatsächlichen Label prüfen.
| Gerätetyp | Beispiel-Klasse | Beispiel-Verbrauch laut Label | Typische Nutzung | Was bedeutet das in der Praxis? |
|---|---|---|---|---|
| Kühlschrank (mittlere Größe) | A | niedriger Jahresverbrauch in kWh/Jahr (z. B. deutlich unter dem Durchschnitt vergleichbarer Geräte) | Dauerbetrieb, 24/7 | Über viele Jahre oft spürbar geringere Stromkosten als bei Klassen C–E, besonders in Haushalten mit mehreren Geräten. |
| Kühlschrank (mittlere Größe) | C | mittlerer Jahresverbrauch in kWh/Jahr | Dauerbetrieb, 24/7 | Kann im Vergleich zu A über die Lebensdauer merklich mehr Strom benötigen, ist aber oft günstiger in der Anschaffung. |
| Waschmaschine (8 kg) | B | geringer Verbrauch in kWh pro 100 Zyklen | Mehrere Waschgänge pro Woche | Für Familien mit viel Wäsche kann eine bessere Klasse die Stromkosten über Jahre deutlich reduzieren. |
| Waschmaschine (8 kg) | D | höherer Verbrauch in kWh pro 100 Zyklen | Wenige Waschgänge pro Woche | Bei seltenem Gebrauch ist der Mehrverbrauch pro Jahr begrenzter, der Preisunterschied kann wichtiger sein. |
| Fernseher (großer Bildschirm) | A–B | relativ niedriger Verbrauch in kWh pro 1000 Stunden | Täglich mehrere Stunden | Für Vielseher kann eine gute Klasse die laufenden Kosten pro Jahr spürbar senken. |
| Fernseher (großer Bildschirm) | E–F | deutlich höherer Verbrauch in kWh pro 1000 Stunden | Nur gelegentliche Nutzung | Wenn der Fernseher selten läuft, fällt der Unterschied weniger ins Gewicht, das Budget kann entscheidender sein. |
Wichtig ist: Die Klasse allein reicht nicht. Entscheidend ist immer die Kombination aus Klasse, tatsächlichem Verbrauchswert und Ihrem Nutzungsverhalten.
Rechenbeispiele: Mehrpreis vs. Stromersparnis über die Lebensdauer
Ob sich eine bessere Energieeffizienzklasse lohnt, hängt davon ab, wie lange und wie intensiv Sie das Gerät nutzen. Mit einer einfachen Rechnung können Sie das grob abschätzen. Sie brauchen:
- Den angegebenen Energieverbrauch (z. B. kWh/Jahr oder kWh/100 Zyklen).
- Ihren Strompreis pro kWh (z. B. aus der letzten Stromrechnung).
- Eine angenommene Nutzungsdauer in Jahren.
Beispiel 1: Kühlschrank – Klasse B vs. D
Angenommen, Sie vergleichen zwei Kühlschränke ähnlicher Größe:
- Gerät 1: Klasse B, laut Label geringerer Jahresverbrauch.
- Gerät 2: Klasse D, laut Label höherer Jahresverbrauch.
So gehen Sie vor:
- Notieren Sie den Jahresverbrauch beider Geräte in kWh/Jahr.
- Berechnen Sie die jährlichen Stromkosten: Verbrauch × Strompreis.
- Multiplizieren Sie die jährliche Differenz mit der geplanten Nutzungsdauer (z. B. 10 Jahre).
- Vergleichen Sie diese Summe mit dem Aufpreis des effizienteren Geräts.
Wenn die eingesparten Stromkosten über die Jahre höher sind als der Aufpreis, rechnet sich die bessere Klasse finanziell. Selbst wenn sich der Mehrpreis nur knapp ausgleicht, profitieren Sie zusätzlich von einem geringeren Energieverbrauch.
Beispiel 2: Waschmaschine – Klasse A vs. C
Bei Waschmaschinen wird der Verbrauch meist in kWh pro 100 Zyklen angegeben. Vorgehen:
- Schätzen Sie, wie viele Waschgänge Sie pro Jahr haben (z. B. 150, 200 oder mehr).
- Teilen Sie die Angabe „kWh/100 Zyklen“ durch 100 und multiplizieren Sie mit Ihrer geschätzten Zykluszahl.
- So erhalten Sie den jährlichen Stromverbrauch in kWh.
- Rechnen Sie wieder mit Ihrem Strompreis und der geplanten Nutzungsdauer.
Bei Familien mit vielen Waschgängen kann der Unterschied zwischen Klasse A und C über die Jahre deutlich ins Gewicht fallen. In Single-Haushalten mit wenigen Waschgängen ist der Effekt kleiner, aber immer noch vorhanden.
Entscheidungskriterien: Wann lohnt sich eine bessere Energieeffizienzklasse wirklich?
Statt pauschal immer die beste Klasse zu wählen, hilft ein Blick auf die eigenen Rahmenbedingungen. Wichtige Entscheidungskriterien:
- Nutzungsdauer: Je länger Sie das Gerät voraussichtlich verwenden, desto eher lohnt sich eine bessere Klasse.
- Nutzungsintensität: Dauerläufer wie Kühlschränke oder Geräte mit vielen Zyklen (Waschmaschine, Geschirrspüler) profitieren stärker von guter Effizienz.
- Anschaffungsbudget: Ein sehr teures Top-Gerät ist nicht immer zwingend nötig. Manchmal ist eine mittlere Klasse mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis sinnvoll.
- Platz und Größe: Größere Geräte verbrauchen meist mehr Strom. Ein kleineres, aber effizienteres Gerät kann insgesamt sparsamer sein.
- Komfortfunktionen: Zusatzfunktionen (z. B. Schnellprogramme, Beleuchtung, Display) können den Verbrauch erhöhen. Prüfen Sie, was Sie wirklich benötigen.
- Strompreis und Tarif: Wer einen hohen Strompreis zahlt oder mit weiter steigenden Kosten rechnet, profitiert stärker von effizienteren Geräten.
Checkliste: Worauf Sie beim Kauf im Laden und online achten sollten
Die folgende Checkliste können Sie gedanklich oder schriftlich mit ins Geschäft nehmen. Online hilft sie, Produktseiten gezielt zu prüfen.
- 1. Hat das Gerät das neue Label (A–G)?
Wenn Sie noch ein altes Label mit A+, A++ oder A+++ sehen, fragen Sie nach, ob es ein vergleichbares Modell mit neuem Label gibt. - 2. Energieeffizienzklasse notieren
Merken Sie sich den Buchstaben (z. B. B oder D) und vergleichen Sie nur Geräte derselben Kategorie miteinander. - 3. Konkreten Verbrauchswert prüfen
Lesen Sie die Angabe in kWh (pro Jahr, pro 100 Zyklen oder pro 1000 Stunden). Dieser Wert ist die Basis für Ihre Kostenrechnung. - 4. Nutzungsprofil klären
Fragen Sie sich: Wie oft läuft das Gerät bei mir wirklich? Dauerbetrieb, täglich, wöchentlich? - 5. Größe und Fassungsvermögen abgleichen
Passt das Volumen (Liter, Kilogramm, Bildschirmdiagonale) zu Ihrem Haushalt? Zu groß ist oft unnötig teuer im Verbrauch. - 6. Lautstärke beachten
Prüfen Sie die Dezibel-Angabe, besonders bei Geräten, die in Wohn- oder Schlafnähe stehen. - 7. Wasserverbrauch (bei Waschmaschine/Geschirrspüler)
Lesen Sie die Literangabe pro Zyklus. Sie beeinflusst neben dem Strom auch die Wasserkosten. - 8. Programmdauer und Komfortfunktionen
Überlegen Sie, ob Sie Schnellprogramme, Timer, Display oder App-Steuerung wirklich brauchen. - 9. Preisunterschied vs. Verbrauch vergleichen
Rechnen Sie grob aus, ob sich der Aufpreis für eine bessere Klasse über die geplante Nutzungsdauer amortisieren kann. - 10. Bewertungen und Erfahrungen prüfen
Schauen Sie, ob andere Nutzer den realen Verbrauch und die Lautstärke bestätigen.
Typische Fehler beim Umgang mit Energieeffizienzklassen
Viele Missverständnisse entstehen, weil einzelne Angaben isoliert betrachtet werden. Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden:
- Nur auf den Buchstaben schauen: Eine Klasse B bei einem riesigen Kühlschrank kann absolut mehr Strom verbrauchen als eine Klasse C bei einem kleineren Gerät. Lösung: Immer auch den kWh-Wert und die Größe vergleichen.
- Alte und neue Label direkt vergleichen: Ein altes A+++ ist nicht automatisch besser als ein neues C. Die Maßstäbe wurden geändert. Lösung: Innerhalb derselben Labelgeneration vergleichen.
- Nutzungsverhalten ignorieren: Wer ein Gerät kaum nutzt, spart mit der besten Klasse weniger als erwartet. Lösung: Vor dem Kauf ehrlich einschätzen, wie oft das Gerät laufen wird.
- Marketingbegriffe mit Effizienz verwechseln: Begriffe wie „Eco“, „Green“ oder „Smart“ bedeuten nicht automatisch eine bessere Energieeffizienzklasse. Lösung: Immer das offizielle Label und die kWh-Angabe prüfen.
- Nur auf den Anschaffungspreis achten: Ein sehr günstiges Gerät mit schlechter Klasse kann über die Jahre teurer werden als ein etwas teureres, aber effizientes Modell. Lösung: Gesamtkosten über die Nutzungsdauer betrachten.
Marketingtricks rund um Energieeffizienz und wie Sie sie erkennen
Hersteller und Händler nutzen gerne positive Begriffe, um Geräte attraktiv wirken zu lassen. Einige typische Muster:
- „Bis zu X % Ersparnis“ ohne Bezug: Oft ist nicht klar, im Vergleich zu welchem Gerät oder Szenario diese Ersparnis gelten soll. Prüfen Sie stattdessen die konkreten kWh-Angaben.
- Hervorgehobene alte Klasse: Manchmal wird noch mit „A+++“ geworben, obwohl das neue Label bereits gilt. Achten Sie darauf, welche Skala tatsächlich verwendet wird.
- Große „Eco“-Buttons: Ein Eco-Programm kann zwar sparsamer sein, wird im Alltag aber nicht immer genutzt. Verlassen Sie sich nicht nur auf die Existenz eines Eco-Modus.
- Fokus auf Zusatzfunktionen statt Verbrauch: Farbige Displays, WLAN oder Beleuchtung werden betont, der Verbrauch rückt in den Hintergrund. Schauen Sie bewusst auf das Energielabel.
- „Energieeffizient“ ohne konkrete Klasse: Der Begriff ist nicht geschützt. Fragen Sie nach der tatsächlichen Energieeffizienzklasse und dem Verbrauchswert.
Entscheidungs-Checkliste: So wählen Sie zwischen zwei Geräten mit unterschiedlicher Klasse
Wenn Sie zwischen zwei oder drei Geräten schwanken, hilft ein kleiner Entscheidungsablauf:
- Gerätekategorie festlegen
Nur Geräte derselben Art und ähnlicher Größe vergleichen (z. B. zwei Kühlschränke mit ähnlichem Nutzinhalt). - Energieeffizienzklasse vergleichen
Notieren Sie die Klassen (z. B. B und D). Besserer Buchstabe ist tendenziell sparsamer. - kWh-Angaben nebeneinanderstellen
Schreiben Sie die Verbrauchswerte auf (z. B. kWh/Jahr). Die Differenz zeigt den Mehr- oder Minderverbrauch. - Nutzungsdauer schätzen
Wie viele Jahre wollen Sie das Gerät voraussichtlich behalten? Bei Kühlschränken und Waschmaschinen sind längere Zeiträume üblich. - Stromkosten grob berechnen
Verbrauch × Strompreis × Jahre. So erhalten Sie eine grobe Kostenschätzung für jedes Gerät. - Gesamtkosten vergleichen
Addieren Sie Anschaffungspreis und geschätzte Stromkosten. Das zeigt, welches Gerät langfristig günstiger sein kann. - Komfort und Lautstärke einbeziehen
Wenn die Effizienzunterschiede gering sind, können Lautstärke, Programme und Bedienkomfort den Ausschlag geben. - Bewusst entscheiden
Entscheiden Sie, ob Ihnen die Einsparung, der Komfort oder der niedrigere Anschaffungspreis wichtiger ist.
Alte vs. neue Energielabel: Übergangszeit und Umstellung verstehen
In vielen Geschäften und Online-Shops tauchen noch alte und neue Label nebeneinander auf. Das kann verwirren, ist aber in einer Übergangszeit normal.
Worauf Sie achten sollten:
- Alte Skala: Klassen von A+++ bis D, oft mit bunten Balken und Pluszeichen.
- Neue Skala: Klassen von A bis G ohne Pluszeichen, mit QR-Code und detaillierteren Piktogrammen.
- Geräte mit altem Label: Sie sind nicht automatisch schlecht, wurden aber nach älteren Kriterien bewertet. Für einen fairen Vergleich sollten Sie innerhalb derselben Skala bleiben.
- Geräte mit neuem Label: Profitieren von den strengeren Maßstäben und sind besser mit aktuellen Modellen vergleichbar.
Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie im Laden nach, ob es für das Gerät bereits ein neues Label gibt, oder prüfen Sie in der Produktbeschreibung, welche Skala verwendet wird.
FAQ: Häufige Fragen zur Energieeffizienzklasse
Was bedeutet Effizienzklasse A bis G genau?
Die Klassen A bis G zeigen, wie energieeffizient ein Gerät im Vergleich zu anderen Geräten derselben Kategorie ist. A steht für besonders effiziente Modelle, G für Geräte mit hohem Energieverbrauch. Die Einstufung basiert auf standardisierten Messverfahren, damit Sie Geräte besser vergleichen können.
Wie groß ist der Unterschied zwischen Energieeffizienzklasse A und C?
Der Unterschied kann je nach Gerätetyp und Modell deutlich sein, lässt sich aber nicht pauschal in Prozent angeben. Entscheidend ist der konkrete Verbrauchswert in kWh auf dem Label. Wenn Sie diesen Wert mit Ihrem Strompreis und der geplanten Nutzungsdauer multiplizieren, sehen Sie, wie stark sich die Klassen A und C in Ihrem Fall unterscheiden.
Welche Energieeffizienzklasse ist besser, A oder E?
A ist grundsätzlich effizienter als E. Ob sich ein Gerät der Klasse A für Sie lohnt, hängt von Anschaffungspreis, Nutzungsdauer und Nutzungsintensität ab. Bei Dauerläufern wie Kühlschränken oder bei häufig genutzten Waschmaschinen zahlt sich eine bessere Klasse meist stärker aus als bei selten genutzten Geräten.
Welche Energieeffizienzklasse ist besser, A oder D?
Auch hier gilt: A ist effizienter als D. Der praktische Vorteil zeigt sich in den laufenden Stromkosten. Prüfen Sie die kWh-Angaben beider Geräte und rechnen Sie mit Ihrem Strompreis. So sehen Sie, ob sich der Aufpreis für die bessere Klasse über die Jahre rechnet.
Warum ist mein neues Gerät plötzlich nur noch Klasse C, obwohl das alte A+++ war?
Durch die Umstellung auf die neue Skala wurden die Kriterien verschärft. Ein früheres A+++ kann auf der neuen Skala in C oder D landen, obwohl sich am Gerät selbst nichts verschlechtert hat. Die neue Einstufung soll mehr Spielraum nach oben lassen, damit künftige, noch effizientere Geräte in Klasse A eingeordnet werden können.
Kann ich alte und neue Energieeffizienzklassen direkt vergleichen?
Ein direkter Vergleich ist schwierig, weil die Mess- und Bewertungskriterien angepasst wurden. Nutzen Sie die Klassen vor allem, um Geräte innerhalb derselben Skala zu vergleichen. Wenn Sie alte und neue Label nebeneinander sehen, orientieren Sie sich zusätzlich an den konkreten kWh-Angaben.
Spare ich mit einem Gerät der Klasse A immer Geld?
Ein Gerät der Klasse A verbraucht im Verhältnis weniger Energie als Geräte mit schlechteren Klassen. Ob Sie tatsächlich Geld sparen, hängt davon ab, wie hoch der Aufpreis ist, wie lange Sie das Gerät nutzen und wie oft es läuft. Eine grobe Kostenrechnung vor dem Kauf hilft, die Entscheidung fundiert zu treffen.
Reicht es, nur auf die Energieeffizienzklasse zu achten?
Nein. Die Klasse ist ein wichtiger Anhaltspunkt, ersetzt aber nicht den Blick auf den konkreten Verbrauchswert, die Gerätegröße, die Lautstärke und Ihre persönlichen Anforderungen. Ein kleineres Gerät mit mittlerer Klasse kann in der Summe sparsamer sein als ein sehr großes Gerät mit besserer Klasse.
Wie erkenne ich energieeffiziente Haushaltsgeräte am schnellsten?
Am schnellsten geht es über das EU-Energielabel: Achten Sie auf den Buchstaben (A–G), den kWh-Verbrauch und die Piktogramme. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, hilft ein Blick auf detaillierte Vergleiche oder spezialisierte Übersichten zu Verbrauchswerten.
Wenn Sie nach dem Verständnis der Energieeffizienzklassen konkrete Modelle vergleichen möchten, unterstützen Sie vertiefende Informationen zu Verbrauch und Geräteeigenschaften dabei, die passende Wahl für Ihren Haushalt zu treffen.


