Energieeffiziente Haushaltsgeräte erkennen: Energielabel und Verbrauch

Beim Neukauf von Haushaltsgeräten erkennen Sie effiziente Modelle an einer guten Energieeffizienzklasse (A–G), niedrigem Jahresverbrauch in kWh und einer passenden Gerätegröße.

Wenn Sie beim Neukauf von Haushaltsgeräten langfristig Stromkosten sparen wollen, wählen Sie Modelle mit möglichst guter Energieeffizienzklasse (auf der Skala A–G eher im grünen Bereich) und achten zusätzlich auf den tatsächlichen Jahresverbrauch in kWh auf dem EU-Energielabel. Entscheidend ist nicht nur der Buchstabe, sondern wie viel Strom das Gerät im Jahr für Ihre typische Nutzung benötigt.

Energieeffiziente Haushaltsgeräte erkennen statt nur nach dem Preis zu kaufen

Viele Geräte mit niedrigerem Anschaffungspreis verbrauchen über Jahre deutlich mehr Strom. Die laufenden Kosten können den vermeintlichen Preisvorteil schnell übersteigen. Gerade bei Dauerläufern wie Kühlschrank oder Gefriertruhe lohnt sich ein genauer Blick auf das Energielabel.

Energieeffiziente Haushaltsgeräte erkennen: Schaubild der wichtigsten Elemente
Die Grafik zeigt die wichtigsten Elemente, auf die Sie vor dem Kauf achten können.

Wichtige Grundregeln:

  • Je näher an A, desto effizienter – auf der neuen Skala von A bis G steht A für sehr sparsam, G für sehr hohen Verbrauch.
  • Den Jahresverbrauch in kWh vergleichen – nur so sehen Sie, wie viel Strom das Gerät im Alltag ungefähr benötigt.
  • Größe passend wählen – ein zu großes Gerät verbraucht unnötig Energie, auch wenn es eine gute Klasse hat.
  • Auf sinnvolle Funktionen achten – Eco-Programme, gute Isolierung, Automatikprogramme; auf stromfressende Extras verzichten, wenn sie kaum genutzt werden.

Warum sich effiziente Geräte trotz höherem Preis lohnen

Effiziente Haushaltsgeräte kosten beim Kauf oft etwas mehr, zahlen sich aber über die Lebensdauer aus. Der Grund: Sie verbrauchen Jahr für Jahr weniger Strom. Gerade bei Geräten, die täglich oder dauerhaft laufen, summiert sich das.

Typische Beispiele, bei denen sich Effizienz besonders lohnt:

Energieeffiziente Haushaltsgeräte erkennen: visueller Vergleich der Optionen
Die Gegenüberstellung macht Unterschiede zwischen weniger und stärker effizienten Geräten sichtbar.
  • Kühlschrank/Gefriertruhe – laufen rund um die Uhr, jeder eingesparte Watt zählt.
  • Waschmaschine – regelmäßige Nutzung, Einsparung vor allem über niedrige Temperaturen und effiziente Motoren.
  • Geschirrspüler – häufige Nutzung, Eco-Programme sparen Wasser und Strom.
  • Trockner – Wärmepumpentrockner verbrauchen deutlich weniger Strom als einfache Kondenstrockner.

Stellen Sie sich vor, ein neues Gerät verbraucht im Jahr deutlich weniger Strom als Ihr altes. Über 10 Jahre Nutzung können sich daraus mehrere Hundert Euro Ersparnis ergeben – je nach Strompreis und Nutzungsverhalten. So relativiert sich der höhere Kaufpreis.

Energieeffiziente Haushaltsgeräte erkennen: praktische Checkliste vor der Umsetzung
Die Übersicht unterstützt Sie dabei, die wichtigsten Punkte vor dem Kauf zu prüfen.

Das EU-Energielabel (A–G) einfach erklärt

Haushaltsgroßgeräte tragen ein EU-Energielabel. Es ermöglicht, Modelle direkt miteinander zu vergleichen. Die Skala reicht von A (dunkelgrün, sehr effizient) bis G (rot, sehr hoher Verbrauch). Ältere Bezeichnungen wie A+, A++ oder A+++ wurden durch die neue Skala ersetzt.

Wichtige Punkte zum Verständnis:

  • Neue Skala ist strenger – viele frühere A+++-Geräte liegen heute eher im Bereich B, C oder D, weil die Anforderungen angehoben wurden.
  • Die Klasse ist gerätespezifisch – ein Kühlschrank in Klasse C ist nicht direkt mit einer Waschmaschine in Klasse C vergleichbar, weil die Testverfahren unterschiedlich sind.
  • Die Klasse ist ein grober Vergleich – für die tatsächlichen Kosten ist der angegebene Jahresverbrauch in kWh wichtiger.

Ist A+++ jetzt D?

Viele frühere Top-Modelle mit der alten Kennzeichnung A+++ würden auf der neuen Skala nicht mehr ganz oben stehen. Sie landen häufig im Bereich B, C oder D. Das heißt nicht, dass sie plötzlich schlecht sind – nur, dass die Messlatte höher gelegt wurde, damit wieder Luft nach oben für noch effizientere Geräte bleibt.

Die wichtigsten Kennzahlen auf dem Energielabel richtig lesen

Neben der Effizienzklasse finden Sie auf dem Label mehrere Symbole und Zahlen. Diese unterscheiden sich je nach Gerätetyp, folgen aber einem ähnlichen Prinzip.

Typische Angaben:

  • Jahresenergieverbrauch in kWh – geschätzter Verbrauch bei typischer Nutzung. Je niedriger, desto besser.
  • Fassungsvermögen – z. B. Liter beim Kühlschrank oder Kilogramm bei Waschmaschine und Trockner. Wichtig, um die passende Gerätegröße zu wählen.
  • Lautstärke in dB(A) – vor allem bei offenen Wohnküchen und nachts laufenden Geräten relevant.
  • Wasserverbrauch pro Zyklus oder Jahr – bei Waschmaschine und Geschirrspüler wichtig, wenn Wasser ebenfalls knapp oder teuer ist.

So nutzen Sie die Angaben praktisch:

  • Vergleichen Sie mindestens zwei bis drei Geräte derselben Größe und Geräteart.
  • Notieren Sie sich den Jahresverbrauch in kWh und rechnen Sie grob mit Ihrem Strompreis, um die jährlichen Kosten abzuschätzen.
  • Achten Sie darauf, ob das Gerät für Ihre typische Nutzung (z. B. viele Kurzprogramme oder Eco-Programme) ausgelegt ist.

Vergleich typischer Haushaltsgeräte: Wo steckt das größte Sparpotenzial?

Im Haushalt gibt es einige typische „Stromfresser“, bei denen sich ein genauer Blick auf die Effizienz besonders lohnt. Dazu zählen vor allem Geräte, die dauerhaft oder sehr häufig laufen.

  • Kühlschrank/Gefriertruhe – laufen 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr.
  • Gefriertruhe oder Gefrierschrank – ähnlich wie der Kühlschrank, oft im Keller oder Abstellraum.
  • Wäschetrockner – hoher Energiebedarf pro Trockengang.
  • Elektroherd/Backofen – je nach Kochgewohnheiten relevant, aber meist seltener im Dauerbetrieb als Kühlgeräte.
  • Geschirrspüler – bei täglicher Nutzung ebenfalls ein relevanter Posten.

Welches Gerät bei Ihnen der größte Stromfresser ist, hängt von der Nutzung ab. In vielen Haushalten liegen Kühlschrank und Gefriergerät weit vorne, weil sie nie ausgeschaltet werden.

Beispiel: Altgerät vs. Neugerät über 10 Jahre vergleichen

Um zu entscheiden, ob sich der Austausch eines alten Geräts lohnt, können Sie grob rechnen. Dafür brauchen Sie:

  1. Den geschätzten Jahresverbrauch Ihres Altgeräts (z. B. aus Unterlagen oder Erfahrungswerten ähnlicher Geräte).
  2. Den Jahresverbrauch des Neugeräts laut Energielabel.
  3. Ihren Strompreis pro kWh aus der letzten Stromrechnung.

Rechenweg (vereinfacht):

  • Jährliche Kosten = Jahresverbrauch in kWh × Strompreis pro kWh.
  • 10-Jahres-Kosten = Jährliche Kosten × 10.
  • Vergleichen Sie Altgerät und Neugerät und ziehen Sie die Differenz vom Kaufpreis ab.

Beispielhafte Überlegung: Wenn ein älterer Kühlschrank deutlich mehr kWh pro Jahr benötigt als ein modernes Gerät, kann die Differenz über 10 Jahre so groß werden, dass sich der Austausch trotz Anschaffungskosten rechnet. Die genaue Höhe hängt von Ihrem Strompreis und Ihrer Nutzung ab, daher lohnt sich eine individuelle Rechnung.

Vergleichstabelle: Worauf Sie bei den wichtigsten Gerätetypen achten sollten

Gerätetyp Wichtige Effizienz-Kriterien Typische Stromfresser-Merkmale Wann sich ein Austausch besonders lohnt
Kühlschrank / Kühl-Gefrier-Kombi Gute Effizienzklasse (möglichst im grünen Bereich), niedriger Jahresverbrauch in kWh, passende Größe, gute Isolierung Sehr altes Gerät, ständig vereiste Wände, undichte Türdichtungen, zu großes Volumen für den Haushalt Wenn das Gerät sehr alt ist, auffällig warm an den Seiten wird oder deutlich mehr verbraucht als aktuelle Modelle ähnlicher Größe
Gefriertruhe / Gefrierschrank Niedriger Jahresverbrauch, gute Isolierung, No-Frost oder Low-Frost kann Vereisung reduzieren Starke Vereisung, Gerät steht warm oder schlecht belüftet, sehr altes Modell Wenn regelmäßig abgetaut werden muss, das Gerät hörbar lange läuft oder im Vergleich zu neuen Geräten deutlich mehr verbraucht
Waschmaschine Effiziente Klasse, moderater Wasserverbrauch, passende Trommelgröße, gute Eco-Programme Zu große Maschine für wenig Wäsche, häufige 60- oder 90-Grad-Wäschen, Kurzprogramme mit hohem Energiebedarf Wenn häufig gewaschen wird und die Maschine sehr alt ist oder keine sparsamen Programme bietet
Wäschetrockner Wärmepumpentechnik, gute Effizienzklasse, angepasste Trommelgröße Alter Kondenstrockner, sehr kurze Trocknungszeiten mit hoher Temperatur, Trocknen von Kleinstmengen Wenn der Trockner oft läuft und noch ein altes, wenig effizientes Modell im Einsatz ist
Geschirrspüler Effiziente Klasse, niedriger Verbrauch pro Spülgang, gute Eco-Programme, passende Breite (45/60 cm) Vorspülen mit heißem Wasser, häufige Kurz- oder Intensivprogramme, halbleere Maschine Wenn täglich gespült wird und das Altgerät keine sparsamen Programme hat oder sehr lange Laufzeiten mit hohem Verbrauch aufweist
Herd / Backofen Gute Isolierung des Backofens, Umluftfunktion, passende Kochfeldtechnik Langes Vorheizen, Backofentür häufig öffnen, alte Kochplatten mit schlechter Regelung Wenn sehr viel gekocht/gebacken wird und noch ein sehr altes Gerät mit schlechter Regelbarkeit genutzt wird

Welche Energieklasse ist besser: E oder D – und wie groß ist der Unterschied zu A oder C?

Auf der neuen Skala ist D besser als E, weil es für einen geringeren Energieverbrauch steht. Wie groß der Unterschied in Euro ist, hängt vom konkreten Gerät und Ihrem Strompreis ab. Ein Gerät in Klasse C oder B ist in der Regel sparsamer als eines in D oder E, wenn Größe und Ausstattung vergleichbar sind.

Wichtige Hinweise für den Vergleich:

  • Vergleichen Sie immer Geräte ähnlicher Größe und Ausstattung. Ein kleiner Kühlschrank in E kann absolut weniger verbrauchen als ein riesiger Side-by-Side in C.
  • Nutzen Sie die kWh-Angabe, um die Klassenunterschiede in grobe Kostendifferenzen umzurechnen.
  • Wenn der Preisunterschied zwischen zwei Klassen sehr groß ist, prüfen Sie, ob sich der Mehrpreis über die erwartete Nutzungsdauer amortisieren kann.

Praxistipps beim Kauf: Welche Funktionen sind wirklich sinnvoll?

Moderne Geräte bieten viele Zusatzfunktionen. Nicht alles davon spart Energie – manches erhöht eher den Verbrauch oder verteuert das Gerät unnötig.

Sinnvolle Funktionen aus Effizienzsicht:

  • Eco-Programme bei Waschmaschine und Geschirrspüler – laufen länger, verbrauchen aber weniger Energie und Wasser.
  • Beladungserkennung – passt Wasser- und Energieeinsatz an die Füllmenge an.
  • Gute Isolierung bei Kühl- und Gefriergeräten – erkennbar an stabiler Temperatur und moderatem Energieverbrauch.
  • Wärmepumpentechnik beim Trockner – deutlich sparsamer als einfache Kondenstrockner.

Funktionen, auf die Sie oft verzichten können, wenn Sie vor allem sparen wollen:

  • Aufwendige Display- oder Beleuchtungseffekte, die dauerhaft Strom ziehen.
  • Seltene Spezialprogramme, die Sie kaum nutzen (z. B. sehr spezielle Textilprogramme).
  • Ständige Standby-Verbindungen (z. B. permanente WLAN-Anbindung), wenn Sie diese Funktionen nicht wirklich verwenden.

Überlegen Sie vor dem Kauf, welche Funktionen Sie im Alltag tatsächlich nutzen. Alles andere kostet meist nur Geld – beim Kauf und teilweise im Betrieb.

Checkliste: So prüfen Sie Geräte im Markt oder Online-Shop

Mit dieser praktischen Checkliste können Sie Schritt für Schritt vorgehen:

  1. Gerätetyp und Größe festlegen
    Wie viele Personen leben im Haushalt? Wie viel Platz ist vorhanden? Welche Füllmenge oder Literzahl brauchen Sie wirklich?
  2. Energielabel ansehen
    Welche Klasse (A–G) hat das Gerät? Liegt es eher im grünen oder im roten Bereich?
  3. Jahresverbrauch in kWh notieren
    Vergleichen Sie mindestens zwei bis drei Modelle ähnlicher Größe. Je niedriger der Wert, desto sparsamer.
  4. Stromkosten grob berechnen
    Multiplizieren Sie den Jahresverbrauch mit Ihrem Strompreis pro kWh, um eine Vorstellung der laufenden Kosten zu bekommen.
  5. Nutzungsdauer schätzen
    Wie lange wollen Sie das Gerät voraussichtlich nutzen (z. B. 8–12 Jahre)? Rechnen Sie die jährlichen Kosten hoch.
  6. Funktionen prüfen
    Hat das Gerät Eco-Programme, Beladungserkennung oder andere sinnvolle Effizienzfunktionen? Gibt es überflüssige Extras?
  7. Lautstärke und Komfort bewerten
    Ist die Lautstärke für Ihre Wohnsituation in Ordnung? Sind Bedienung und Aufteilung praktisch?
  8. Gesamtkosten im Blick behalten
    Vergleichen Sie nicht nur den Kaufpreis, sondern auch die geschätzten Stromkosten über die Nutzungsdauer.

Wenn Sie sich tiefer mit der Auswahl verschiedener Gerätetypen beschäftigen möchten, bietet ein Überblick zu energieeffiziente Haushaltsgeräte kaufen zusätzliche Orientierung, um langfristig noch gezielter zu sparen.

Häufige Fehler beim Kauf und in der Nutzung effizienter Geräte

Selbst das beste Gerät kann unnötig viel Strom verbrauchen, wenn es falsch ausgewählt oder genutzt wird. Typische Fehler sind:

  • Zu große Geräte kaufen – ein überdimensionierter Kühlschrank oder eine riesige Waschmaschine, die selten voll beladen wird, verbraucht mehr als nötig.
  • Nur auf den Kaufpreis achten – ohne die laufenden Kosten zu berücksichtigen.
  • Eco-Programme ignorieren – aus Gewohnheit immer das Schnell- oder Intensivprogramm wählen.
  • Falscher Aufstellort – Kühlschränke neben Heizkörpern oder in direkter Sonneneinstrahlung, Trockner in schlecht belüfteten Räumen.
  • Standby-Verbrauch unterschätzen – Geräte dauerhaft im Standby lassen, obwohl sie selten genutzt werden.

Tipps zur optimalen Nutzung: So holen Sie das Maximum aus effizienten Geräten heraus

Mit ein paar Gewohnheiten können Sie den Verbrauch Ihrer Geräte weiter senken – unabhängig von der Effizienzklasse.

  • Kühlschrank/Gefriertruhe
    Regelmäßig abtauen, wenn keine No-Frost-Funktion vorhanden ist. Türen nicht unnötig lange offen lassen. Temperatur nicht kälter einstellen als nötig.
  • Waschmaschine
    Maschine möglichst voll beladen (aber nicht überladen). Niedrige Temperaturen nutzen, wenn die Wäsche nicht stark verschmutzt ist. Eco-Programme bevorzugen.
  • Trockner
    Wäsche gut schleudern, bevor sie in den Trockner kommt. Filter regelmäßig reinigen. Wenn möglich, Wäsche teilweise an der Luft trocknen.
  • Geschirrspüler
    Nur voll beladen starten. Vorspülen unter fließendem Wasser vermeiden. Eco-Programm nutzen, wenn die Zeit reicht.
  • Herd/Backofen
    Mit Deckel kochen, Restwärme nutzen, Backofen nicht unnötig vorheizen und die Tür während des Backens möglichst geschlossen halten.

Weitere Ideen, wie Sie ohne Komfortverlust Strom sparen können, finden Sie in praktischen Strom sparen im Haushalt Tipps.

Hinweise für Mieter: Wenn Geräte vom Vermieter gestellt werden

In vielen Mietwohnungen sind Küche oder einzelne Geräte bereits vorhanden. Dann haben Sie beim Gerätekauf wenig Einfluss, können aber trotzdem etwas tun.

Mögliche Schritte:

  • Energieverbrauch ansprechen – fragen Sie den Vermieter, ob Informationen zum Alter und zur Effizienzklasse der Geräte vorliegen.
  • Austausch vorschlagen – wenn ein Gerät sehr alt ist oder häufig Probleme macht, können Sie einen Austausch anregen. Manchmal sind Vermieter offen dafür, weil neue Geräte auch weniger reparaturanfällig sind.
  • Eigene Geräte mitbringen – wenn vertraglich erlaubt, können Sie z. B. eine eigene effiziente Waschmaschine oder einen Geschirrspüler nutzen und das vorhandene Gerät einlagern lassen, sofern der Vermieter zustimmt.
  • Nutzung optimieren – auch mit weniger effizienten Geräten können Sie durch richtige Beladung, Programme und Temperaturen den Verbrauch senken.

Wenn Sie zusätzlich Ihren Strombezug optimieren möchten, kann es sich lohnen, einen günstigen Stromtarif in Deutschland zu wählen, um die laufenden Kosten weiter zu senken.

Altgeräte entsorgen und mögliche Förderungen prüfen

Beim Austausch alter Geräte stellt sich die Frage: Wohin mit dem Altgerät und gibt es finanzielle Unterstützung?

Typische Möglichkeiten:

  • Rücknahme durch den Händler – viele Händler nehmen beim Neukauf das Altgerät mit. Fragen Sie vor dem Kauf nach den Bedingungen.
  • Kommunale Sammelstellen – Wertstoffhöfe nehmen Elektroaltgeräte in der Regel kostenfrei an. Informieren Sie sich bei Ihrer Gemeinde über Öffnungszeiten und Annahmebedingungen.
  • Abholung durch Entsorger – in manchen Regionen gibt es Sperrmüll- oder Elektroschrottsammlungen mit Abholservice.

Ob es aktuell Förderprogramme für besonders effiziente Geräte gibt, ändert sich regelmäßig. Prüfen Sie vor dem Kauf:

  • Ob lokale oder regionale Stellen Anreize für den Austausch alter, ineffizienter Geräte anbieten.
  • Ob Ihr Energieversorger Aktionen oder Bonusprogramme für effiziente Haushaltsgeräte hat.

Vor einer Entscheidung lohnt sich ein kurzer Blick auf aktuelle Informationen von Stadt, Gemeinde oder Energieversorger, da sich Angebote ändern können.

Entscheidungs-Checkliste: So wählen Sie das passende energieeffiziente Gerät

Zum Abschluss eine kompakte Entscheidungs-Checkliste, mit der Sie Ihre Auswahl prüfen können:

  1. Passt die Gerätegröße zu meinem Haushalt?
    Weder zu klein (ständige Überlastung) noch zu groß (unnötiger Verbrauch).
  2. Liegt die Effizienzklasse im grünen oder gelben Bereich der Skala?
    Je näher an A, desto besser – immer in Kombination mit der kWh-Angabe betrachten.
  3. Ist der Jahresverbrauch im Vergleich zu ähnlichen Geräten niedrig?
    Mindestens zwei bis drei Modelle vergleichen.
  4. Rechnet sich der Mehrpreis über die geplante Nutzungsdauer?
    Grobe Kostenrechnung mit Ihrem Strompreis durchführen.
  5. Hat das Gerät sinnvolle Sparfunktionen?
    Eco-Programme, Beladungserkennung, gute Isolierung, ggf. Wärmepumpentechnik.
  6. Verzichte ich bewusst auf unnötige Extras?
    Nur Funktionen wählen, die Sie wirklich nutzen.
  7. Ist die Lautstärke für meine Wohnsituation geeignet?
    Besonders wichtig in offenen Küchen oder kleinen Wohnungen.
  8. Habe ich einen Plan für das Altgerät?
    Rücknahme, Wertstoffhof oder Abholung organisieren.

FAQ zu energieeffizienten Haushaltsgeräten

Welche Energieklasse ist besser, E oder D?

D ist besser als E, weil Geräte in dieser Klasse in der Regel weniger Energie verbrauchen. Für die tatsächlichen Kosten ist aber der Jahresverbrauch in kWh entscheidend. Vergleichen Sie daher immer die kWh-Angaben ähnlicher Geräte.

Was ist der Stromfresser Nummer 1 in der Küche?

In vielen Haushalten sind Kühlschrank und Gefriergerät die größten Stromverbraucher in der Küche, weil sie rund um die Uhr laufen. Wie stark sie ins Gewicht fallen, hängt von Alter, Effizienzklasse, Größe und Aufstellort ab.

Wie groß ist der Unterschied zwischen Energieeffizienz A und C?

Geräte in Klasse A sind auf der Skala deutlich effizienter als solche in C. Wie groß der Unterschied in Euro ist, hängt vom konkreten Modell, der Gerätegröße und Ihrem Strompreis ab. Am besten vergleichen Sie die kWh-Angaben auf dem Label und rechnen mit Ihrem eigenen Tarif nach.

Ist A+++ jetzt D?

Die alte Kennzeichnung mit A+, A++ und A+++ wurde durch die neue Skala A–G ersetzt. Viele frühere A+++-Geräte würden heute eher im Bereich B, C oder D landen, weil die Anforderungen verschärft wurden. Das bedeutet nicht, dass diese Geräte plötzlich ineffizient sind, sondern dass die Skala neu sortiert wurde.

Wie erkenne ich im Online-Shop energieeffiziente Haushaltsgeräte?

Achten Sie in der Produktbeschreibung auf die Effizienzklasse und den Jahresverbrauch in kWh. Viele Shops zeigen das Energielabel direkt an oder stellen es als Bild bereit. Nutzen Sie Filter für die Energieklasse und vergleichen Sie mehrere Modelle ähnlicher Größe.

Lohnt sich ein Austausch, wenn mein altes Gerät noch funktioniert?

Das hängt von Alter, Verbrauch und Ihrer Nutzung ab. Wenn Ihr Gerät sehr alt ist und deutlich mehr verbraucht als aktuelle Modelle, kann sich ein Austausch über die Jahre rechnen. Eine grobe Kostenrechnung mit Ihrem Strompreis hilft bei der Entscheidung.

Wie oft sollte ich meine Geräte auf Effizienz prüfen?

Ein guter Zeitpunkt ist, wenn ein Gerät sehr alt wird, häufiger Probleme macht oder Sie Ihre Stromkosten generell senken möchten. Spätestens beim nächsten fälligen Neukauf lohnt sich ein genauer Blick auf das Energielabel und den Jahresverbrauch.

Wie erkenne ich besonders energieeffiziente Haushaltsgeräte auf einen Blick?

Orientieren Sie sich zuerst an einer guten Energieeffizienzklasse im Bereich A bis C und prüfen Sie direkt daneben den ausgewiesenen Jahresverbrauch in kWh. Wenn beide Werte im Vergleich zu ähnlichen Geräten niedrig sind und die Gerätegröße zu Ihrem Haushalt passt, haben Sie ein besonders effizientes Modell gefunden.

Benedikt Hartmann

Benedikt Hartmann schreibt uber smarte Steuerung, Sensoren und Automatisierung im Alltag. Ihn interessiert besonders, wann Technik wirklich Energie spart.

Expertise: Smart Home und Automatisierung

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