Oberste Geschossdecke dämmen: Was kostet das – und wann rechnet es sich?
Wer die oberste Geschossdecke dämmen lässt, bewegt sich meist in einem überschaubaren Investitionsrahmen und kann gleichzeitig einen spürbaren Teil der Heizkosten einsparen. Grob orientierend zeigen viele Praxisbeispiele:
- Typische Gesamtkosten für ein Einfamilienhaus liegen häufig im Bereich von grob einigen tausend Euro – je nach Fläche, Dämmart und Ausführung.
- Heizenergie-Einsparung: Bei schlecht gedämmten oder ungedämmten Decken lassen sich oft merkliche zweistellige Prozentanteile des bisherigen Wärmeverlusts reduzieren.
- Amortisationszeit: Je nach Ausgangszustand, Energiepreis und Förderung kann sich die Maßnahme häufig in einem Zeitraum von grob ein bis deutlich über zehn Jahren rechnen.
Die Spannbreite ist groß, weil jedes Haus anders ist. Mit den folgenden Abschnitten können Sie Ihre eigene Situation Schritt für Schritt einordnen, grobe Kostenrahmen ableiten und typische Fehler vermeiden.
Warum die Dämmung der obersten Geschossdecke so wirksam ist
Warme Luft steigt nach oben. Ohne ausreichende Dämmung entweicht ein erheblicher Teil der Heizwärme über die oberste Geschossdecke in den kalten Dachraum und von dort nach außen. Genau hier setzt die Dämmung an:
- Große Fläche, oft schlecht gedämmt: In vielen Bestandsgebäuden ist die oberste Geschossdecke nur minimal oder gar nicht gedämmt.
- Geringer baulicher Eingriff: Im Vergleich zu einer kompletten Dachdämmung oder Fassadendämmung ist die Maßnahme technisch relativ einfach, weil sie meist von oben auf die Decke erfolgt.
- Gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis: Die Investition ist im Verhältnis zur möglichen Einsparung oft besonders attraktiv.
Gerade im Altbau kann die Dämmung der Decke ein erster, sehr wirksamer Schritt sein, bevor größere Maßnahmen wie Fassadendämmung oder Fenstertausch folgen. Wenn Sie sich generell mit der Sanierung eines älteren Hauses beschäftigen, lohnt sich ergänzend ein Blick auf Themen wie altbau energetisch sanieren kosten und förderung.
Welche Dämmvarianten es gibt und wann sie passen
Für die oberste Geschossdecke haben sich drei Grundvarianten etabliert. Welche sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, ob der Dachboden begehbar oder als Lagerfläche nutzbar sein soll.
| Dämmvariante | Typische Ausführung | Wann sie passt | Besondere Punkte |
|---|---|---|---|
| Nicht begehbare Auflage-Dämmung | Dämmplatten oder -matten werden lose auf die Decke gelegt, ohne tragfähigen Bodenbelag. | Wenn der Dachboden kaum oder gar nicht genutzt wird und nur gelegentlich betreten werden muss. | Meist die kostengünstigste Lösung; hohe Dämmstärken möglich, aber nur eingeschränkt begehbar (Laufstege nötig). |
| Begehbare Dämmung | Dämmung auf der Decke plus tragfähige Abdeckung (z. B. Holzwerkstoffplatten) als Boden. | Wenn der Dachboden regelmäßig als Lagerfläche genutzt oder später ausgebaut werden soll. | Teurer als nicht begehbare Dämmung, dafür komfortable Nutzung; Aufbauhöhe und Statik beachten. |
| Einblasdämmung | Lose Dämmstoffe werden in Hohlräume der Decke oder auf die Decke eingeblasen. | Wenn Hohlräume vorhanden sind oder schwer zugängliche Bereiche gedämmt werden sollen. | Schnelle Verarbeitung, wenig Baustellenaufwand; erfordert Fachbetrieb mit passender Technik. |
In der Praxis werden Varianten auch kombiniert, etwa Einblasdämmung in Hohlräume plus eine dünnere Auflage-Dämmung obenauf.
Typische Kostenbereiche pro Quadratmeter je Dämmart
Exakte Preise hängen von Materialwahl, Region, Dachbodenzustand und Handwerkerpreisen ab. Aus verschiedenen Praxisangaben lassen sich aber grobe Orientierungsbereiche ableiten, die Material und Handwerkerleistung zusammen betrachten:
- Nicht begehbare Dämmung: häufig im unteren bis mittleren zweistelligen Eurobereich pro Quadratmeter.
- Begehbare Dämmung: wegen zusätzlicher Bodenplatten und höherem Arbeitsaufwand eher im mittleren bis höheren zweistelligen Eurobereich pro Quadratmeter.
- Einblasdämmung: je nach Ausführung und Begehbarkeit meist im unteren bis mittleren zweistelligen Eurobereich pro Quadratmeter, bei begehbarer Ausführung entsprechend höher.
Wichtig ist: Diese Bereiche sind nur grobe Orientierungen. Für eine konkrete Entscheidung sollten Sie immer aktuelle Angebote von Fachbetrieben einholen und dabei genau definieren, welche Nutzung (begehbar oder nicht) und welche Dämmstärke gewünscht ist.
Beispiele für Gesamtkosten bei typischen Hausgrößen
Um ein Gefühl für die Größenordnung zu bekommen, helfen einfache Rechenbeispiele. Angenommen, die Dämmung bewegt sich in einem mittleren zweistelligen Eurobereich pro Quadratmeter, ergeben sich für unterschiedliche Dachbodenflächen folgende grobe Größenordnungen:
- Kleines Einfamilienhaus mit etwa 60–80 m² oberster Geschossdecke: Gesamtkosten im Bereich von einigen tausend Euro, je nach Dämmart und Ausführung.
- Mittleres Einfamilienhaus mit etwa 100–130 m²: entsprechend höhere Gesamtkosten, typischerweise ebenfalls im Bereich mehrerer tausend Euro.
- Größeres Einfamilienhaus mit 150 m² und mehr: die Investition steigt proportional zur Fläche, kann aber durch Mengenrabatte pro Quadratmeter etwas günstiger werden.
Diese Beispiele zeigen: Die Dämmung der obersten Geschossdecke ist im Vergleich zu vielen anderen Sanierungsmaßnahmen meist eine der kostengünstigeren Positionen, insbesondere wenn keine aufwendigen Nebenarbeiten (z. B. umfangreiche statische Verstärkungen) nötig sind.
Einsparpotenzial beim Heizenergieverbrauch – einfache Rechenbeispiele
Wie viel Heizenergie sich einsparen lässt, hängt vor allem von drei Faktoren ab:
- Wie schlecht ist der aktuelle Zustand (ungedämmt, dünn gedämmt, viele Fugen)?
- Wie stark und wie sorgfältig wird gedämmt?
- Wie hoch sind Ihre aktuellen Heizkosten und Energiepreise?
Viele Praxisangaben gehen davon aus, dass die Dämmung der obersten Geschossdecke bei einem typischen Bestandsgebäude einen spürbaren Anteil des bisherigen Wärmeverlusts reduzieren kann. Zur Orientierung:
- Wenn Ihr Haus bisher sehr hohe Heizkosten hat und die Decke praktisch ungedämmt ist, kann die Einsparung deutlich ausfallen.
- Ist bereits eine einfache Dämmung vorhanden, fällt der zusätzliche Effekt geringer aus, kann aber immer noch sinnvoll sein, wenn die Dämmung lückenhaft oder zu dünn ist.
Beispielrechnung (vereinfachtes Szenario) Angenommen:
- Ihr jährlicher Heizenergieverbrauch liegt bei rund 20.000 kWh.
- Durch die Dämmung der obersten Geschossdecke lässt sich ein relevanter Teil dieses Verbrauchs einsparen, etwa einige tausend kWh pro Jahr.
- Der Energiepreis liegt in einer üblichen Größenordnung pro kWh (z. B. für Gas, Fernwärme oder Heizöl).
Dann ergibt sich eine jährliche Kostenersparnis im Bereich mehrerer hundert Euro. Die genaue Höhe hängt von Ihrem individuellen Verbrauch, dem Energieträger und den aktuellen Preisen ab. Deshalb lohnt es sich, mit Ihren eigenen Zahlen zu rechnen:
- Letzte Heizkostenabrechnung oder Brennstoffrechnungen heraussuchen.
- Jahresverbrauch in kWh und Kosten notieren.
- Mit einem konservativen Einsparanteil rechnen (z. B. einstelliger bis niedriger zweistelliger Prozentbereich des bisherigen Gesamtverbrauchs).
- Daraus die jährliche Euro-Ersparnis ableiten.
So erhalten Sie eine erste, auf Ihr Haus bezogene Abschätzung, ob die Maßnahme wirtschaftlich attraktiv ist.
Amortisationszeit verständlich erklärt
Die Amortisationszeit beschreibt, nach wie vielen Jahren die eingesparten Heizkosten die anfänglichen Investitionskosten ausgleichen. Formel in einfacher Sprache
Amortisationszeit (Jahre) ≈ Investitionskosten / jährliche Einsparung



Beispielhaft:
- Investition: einige tausend Euro.
- Jährliche Einsparung: mehrere hundert Euro.
Dann ergibt sich eine Amortisationszeit im Bereich von grob ein bis deutlich über zehn Jahren – je nachdem, wie hoch die Investition und wie groß die Einsparung tatsächlich sind. Wichtig ist: Auch nach der Amortisation wirkt die Dämmung weiter. Jede weitere Heizperiode bringt zusätzliche Einsparungen, solange das Bauteil intakt bleibt.
Wann sich eine kürzere Amortisationszeit ergibt
Eine eher kurze Amortisationszeit ist wahrscheinlicher, wenn
- die Decke bisher ungedämmt oder sehr schlecht gedämmt ist,
- die Heizkosten hoch sind (z. B. durch große Wohnfläche oder ungünstigen Energieträger),
- die Maßnahme durch Fördermittel oder Steuerbonus unterstützt wird,
- die Ausführung ohne aufwendige Zusatzarbeiten möglich ist.
Eine längere Amortisationszeit ist zu erwarten, wenn bereits eine gewisse Dämmung vorhanden ist, die Investition sehr hochwertig oder aufwendig ausfällt oder die Heizkosten insgesamt eher niedrig sind.
Faktoren, die die Kosten der Deckendämmung beeinflussen
Damit Angebote vergleichbar werden, sollten Sie die wichtigsten Kostentreiber kennen:
- Größe der zu dämmenden Fläche: Je mehr Quadratmeter, desto höher die Gesamtkosten – aber der Preis pro Quadratmeter kann bei größeren Flächen etwas sinken.
- Zugänglichkeit des Dachbodens: Enge Zugänge, viele Einbauten oder verwinkelte Bereiche erhöhen den Arbeitsaufwand.
- Gewünschte Nutzung (begehbar oder nicht): Begehbare Lösungen benötigen einen tragfähigen Bodenaufbau und sind daher teurer.
- Dämmstoffart und -stärke: Hochwertige oder ökologische Dämmstoffe sind oft teurer, können aber andere Vorteile bieten (z. B. sommerlicher Hitzeschutz, Nachhaltigkeit).
- Statik und Aufbauhöhe: Wenn zusätzliche Lasten oder Aufbauhöhen statisch problematisch sind, können Verstärkungen oder alternative Lösungen nötig werden.
- Brandschutz und Schallschutz: In bestimmten Gebäudesituationen können zusätzliche Anforderungen an Materialien und Ausführung entstehen.
- Regionale Handwerkerpreise: Lohn- und Betriebskosten unterscheiden sich je nach Region, was sich in den Angeboten widerspiegelt.
- Nebenarbeiten: Entfernen alter Beläge, Anpassen von Türen, Leitungen oder Lukendeckeln kann Zusatzkosten verursachen.
Je genauer Sie diese Punkte vorab klären, desto präziser und vergleichbarer werden die Angebote.
Überblick über mögliche Förderungen und Steuerbonus
Für energetische Sanierungsmaßnahmen wie die Dämmung der obersten Geschossdecke gibt es in Deutschland verschiedene Förderwege. Die Rahmenbedingungen ändern sich regelmäßig, daher ist immer ein aktueller Check nötig. Typische Instrumente sind:
- Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG): Hier können Zuschüsse oder Kredite für energetische Maßnahmen an Wohngebäuden möglich sein, zu denen auch Dämmmaßnahmen gehören.
- Programme von Förderbanken: Überregionale oder regionale Förderbanken bieten teils zinsgünstige Kredite oder Zuschüsse für energetische Sanierungen.
- Steuerliche Förderung: Unter bestimmten Voraussetzungen können Teile der Sanierungskosten über mehrere Jahre steuerlich geltend gemacht werden.
- Kommunale Programme: Einige Städte und Gemeinden legen eigene Förderprogramme für energetische Sanierungen auf.
Da sich Fördersätze, Bedingungen und Kombinationen ändern können, sollten Sie vor der Beauftragung
- die aktuellen Informationen bei offiziellen Stellen oder Energieberatungen prüfen,
- klären, ob ein Energie-Effizienz-Experte eingebunden werden muss,
- prüfen, ob Anträge vor Beginn der Maßnahme gestellt werden müssen.
Eine frühzeitige Förderplanung kann die effektiven Kosten deutlich senken und die Amortisationszeit verkürzen.
Vergleich der Dämmvarianten: Kosten, Einsparung, Flexibilität
Die folgende Vergleichstabelle fasst die wichtigsten Entscheidungskriterien der drei Grundvarianten zusammen.
| Variante | Grobe Kostenspanne pro m² (Tendenz) | Typisches Einsparpotenzial | Nutzungsflexibilität | Wann besonders sinnvoll |
|---|---|---|---|---|
| Nicht begehbare Auflage-Dämmung | eher im unteren bis mittleren zweistelligen Eurobereich | hoch, wenn vorher ungedämmt; Dämmstärken gut realisierbar | eingeschränkt, nur Laufstege für Wartung | Wenn der Dachboden kaum genutzt wird und eine möglichst günstige Lösung gesucht ist. |
| Begehbare Dämmung | eher im mittleren bis höheren zweistelligen Eurobereich | vergleichbar mit nicht begehbarer Dämmung bei gleicher Dämmstärke | hoch, als Lagerfläche gut nutzbar | Wenn Stauraum benötigt wird oder ein späterer Ausbau nicht ausgeschlossen ist. |
| Einblasdämmung | bei nicht begehbarer Ausführung meist im unteren bis mittleren zweistelligen Eurobereich; begehbar entsprechend höher | gut, insbesondere bei bisher ungedämmten Hohlräumen | abhängig vom zusätzlichen Bodenaufbau | Wenn Hohlräume vorhanden sind oder schwer zugängliche Bereiche schnell gedämmt werden sollen. |
Diese Tabelle ersetzt keine individuelle Beratung, hilft aber, die Richtung zu bestimmen und passende Angebote anzufragen.
Strukturierte Checkliste: Von der Bestandsaufnahme bis zum Angebot
Mit dieser Schritt-für-Schritt-Checkliste können Sie Ihre Maßnahme systematisch vorbereiten.
1. Bestandsaufnahme der aktuellen Situation
- Ist die oberste Geschossdecke bereits gedämmt? Wenn ja: Wie dick und mit welchem Material ungefähr?
- Gibt es sichtbare Mängel wie Feuchtigkeit, Schimmel, Zugluft oder beschädigte Bereiche?
- Wie wird der Dachboden aktuell genutzt (Lager, kaum genutzt, Technikraum)?
- Wie ist der Zugang (Treppe, Bodentreppe, Luke)?
- Gibt es Installationen auf der Decke (Leitungen, Kabel, Verteilerkästen), die berücksichtigt werden müssen?
2. Zieldefinition und Prioritäten
- Was ist wichtiger: maximale Einsparung, möglichst geringe Investition oder flexible Nutzung des Dachbodens?
- Soll der Dachboden künftig begehbar oder nur für Wartungszwecke zugänglich sein?
- Spielen ökologische Aspekte (z. B. nachwachsende Dämmstoffe) eine besondere Rolle?
- Wie lange planen Sie, das Haus noch zu nutzen oder zu halten (Eigennutzung, Vermietung, Verkauf)?
3. Grobe Wirtschaftlichkeitsabschätzung
- Jahresverbrauch und Heizkosten aus den letzten Abrechnungen ermitteln.
- Konservativen Einsparanteil ansetzen (z. B. einstelliger bis niedriger zweistelliger Prozentbereich des bisherigen Verbrauchs).
- Jährliche Einsparung in Euro überschlagen.
- Mit typischen Kostenbereichen pro Quadratmeter und Ihrer Dachbodenfläche grob die Investition schätzen.
- Amortisationszeit überschlagen (Investition / jährliche Einsparung).
4. Fördermöglichkeiten prüfen
- Aktuelle Programme von Bund, Ländern und Kommunen recherchieren.
- Prüfen, ob ein Energieberater oder Energie-Effizienz-Experte eingebunden werden muss.
- Klärung, ob Anträge vor Beginn der Maßnahme gestellt werden müssen.
- Abschätzen, wie stark Förderungen die effektiven Kosten senken könnten.
5. Angebote von Fachbetrieben einholen
- Mehrere Betriebe anfragen, idealerweise mit Spezialisierung auf Dämmung oder Dacharbeiten.
- Ihre Ziele und Rahmenbedingungen klar formulieren (begehbar/nicht begehbar, gewünschte Dämmstärke, besondere Anforderungen).
- Um ein schriftliches, detailliertes Angebot mit Leistungsbeschreibung bitten.
- Nach Referenzen oder Beispielprojekten fragen, falls gewünscht.
6. Angebote vergleichen und Entscheidung treffen
- Preise pro Quadratmeter vergleichen, aber auch Leistungsumfang und Materialqualität beachten.
- Prüfen, ob Nebenarbeiten (Entsorgung alter Materialien, Anpassung von Lukendeckeln, Laufstegen) enthalten sind.
- Klärung, ob Unterstützung bei Förderanträgen angeboten wird.
- Auf realistische Zeitplanung und klare Verantwortlichkeiten achten.
Typische Fehler und Kostenfallen bei der Deckendämmung
Wer ohne Vorbereitung in die Maßnahme startet, riskiert unnötige Kosten oder spätere Probleme. Häufige Fehler sind:
- Nur auf den Quadratmeterpreis schauen: Ein scheinbar günstiges Angebot kann teurer werden, wenn wichtige Nebenarbeiten fehlen oder minderwertige Materialien verwendet werden.
- Nutzung des Dachbodens nicht mitdenken: Wird heute eine nicht begehbare Dämmung gewählt, obwohl später Lagerfläche benötigt wird, kann ein späterer Umbau deutlich teurer werden.
- Feuchte- und Schimmelrisiken unterschätzen: Ohne Blick auf Feuchtigkeit, Luftdichtheit und Lüftung können sich nachträglich Schäden entwickeln.
- Statik ignorieren: Zusätzliche Lasten durch Dämmung und Bodenaufbau müssen zur Tragfähigkeit der Decke passen.
- Förderbedingungen zu spät prüfen: Wer erst nach Beginn der Arbeiten an Förderanträge denkt, kann Ansprüche verlieren.
- Eigenleistung ohne Fachwissen: Selbst ausgeführte Dämmung kann wirtschaftlich sein, birgt aber Risiken, wenn Anschlüsse, Luftdichtheit oder Brandschutz nicht fachgerecht umgesetzt werden.
Wer diese Punkte im Blick behält und bei Unsicherheiten Fachleute einbindet, reduziert das Risiko von Mehrkosten und Bauschäden deutlich. Gerade im Altbau lohnt sich zudem ein Blick auf Themen wie altbau dämmen ohne schimmel, um Feuchteprobleme von Anfang an zu vermeiden.
Entscheidungskriterien: Welche Lösung passt zu Ihrem Haus?
Um aus den vielen Möglichkeiten eine passende Variante zu wählen, helfen einige Leitfragen:
1. Wie wichtig ist Ihnen die Nutzung des Dachbodens?
- Kaum Nutzung: Nicht begehbare Dämmung mit einfachen Laufstegen ist meist ausreichend und kostengünstig.
- Regelmäßige Nutzung als Lager: Begehbare Dämmung mit tragfähigem Bodenaufbau ist sinnvoll.
- Perspektivischer Ausbau: Hier lohnt sich eine frühzeitige Abstimmung mit Fachplanern, um spätere Umbauten zu vermeiden.
2. Wie ist der aktuelle Dämmzustand?
- Ungedämmt oder sehr schlecht gedämmt: Das Einsparpotenzial ist besonders groß; eine stärkere Dämmung rechnet sich oft schneller.
- Bereits gedämmt, aber lückenhaft: Nachbesserungen oder Ergänzungen können sinnvoll sein, sollten aber sorgfältig geplant werden.
3. Welches Budget steht zur Verfügung?
- Begrenztes Budget: Fokus auf einfache, nicht begehbare Lösungen mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.
- Größeres Budget: Hochwertige Materialien, begehbare Konstruktionen und zusätzliche Komfortaspekte (z. B. sommerlicher Hitzeschutz) können berücksichtigt werden.
4. Wie lange ist Ihr Planungshorizont?
- Längerfristige Eigennutzung: Eine etwas höhere Investition mit besserem Komfort und höherer Qualität kann sich lohnen.
- Kurz- bis mittelfristige Nutzung: Eine wirtschaftliche Lösung mit kurzer Amortisationszeit steht meist im Vordergrund.
FAQ: Häufige Fragen zu Kosten und Einsparung bei der Dämmung der obersten Geschossdecke
Was sollten Eigentümer zum Thema „oberste Geschossdecke dämmen – Kosten und Einsparung“ unbedingt verstehen?
Entscheidend ist das Verhältnis von Investition zu Einsparung. Die Dämmung der obersten Geschossdecke ist meist eine vergleichsweise günstige Maßnahme mit spürbarem Einfluss auf den Heizenergieverbrauch. Wer seine eigene Dachbodenfläche, den aktuellen Heizenergieverbrauch und grobe Kostenbereiche pro Quadratmeter kennt, kann eine erste Wirtschaftlichkeitsrechnung durchführen. Wichtig ist außerdem, die gewünschte Nutzung (begehbar oder nicht) und mögliche Förderungen von Anfang an mitzudenken.
Welche typischen Fehler bei der Kostenschätzung der Deckendämmung sollten vermieden werden?
Häufig werden nur die reinen Dämmstoffkosten betrachtet, während Arbeitszeit, Nebenarbeiten und eventuelle statische Anpassungen unterschätzt werden. Ebenso problematisch ist es, Angebote nur über den Endpreis zu vergleichen, ohne den Leistungsumfang zu prüfen. Ein weiterer Fehler ist, das Einsparpotenzial zu optimistisch anzusetzen, ohne den tatsächlichen Ausgangszustand des Hauses zu berücksichtigen. Besser ist eine konservative Schätzung und der Abgleich mit Fachleuten oder einer Energieberatung.
Was ist der nächste sinnvolle Schritt, nachdem man sich über Kosten und Einsparung informiert hat?
Nach der ersten Orientierung sollten Sie Ihre individuelle Situation konkret erfassen: Dachbodenfläche ausmessen, aktuellen Dämmzustand dokumentieren, Heizkosten der letzten Jahre zusammentragen und grob durchrechnen, welche Einsparung realistisch sein könnte. Anschließend lohnt sich der Kontakt zu einer qualifizierten Energieberatung oder zu Fachbetrieben, um konkrete Vorschläge und Angebote zu erhalten. Wer einen Altbau besitzt, kann parallel prüfen, wie die Deckendämmung in ein Gesamtkonzept mit weiteren Maßnahmen wie Fassaden- oder Dachdämmung eingebettet werden kann, etwa mit Hilfe von Übersichten zu kosten energetische sanierung altbau.
Wie viele Angebote sollte man für die Dämmung der obersten Geschossdecke einholen?
In der Praxis haben sich mindestens zwei bis drei vergleichbare Angebote bewährt. So erkennen Sie, ob ein Angebot deutlich aus dem Rahmen fällt, und können besser beurteilen, welche Leistungen enthalten sind. Wichtig ist, allen Betrieben möglichst die gleichen Informationen zu geben (Fläche, gewünschte Dämmvariante, Nutzung des Dachbodens), damit die Angebote wirklich vergleichbar sind.
Lohnt sich die Dämmung der obersten Geschossdecke auch, wenn später das gesamte Dach saniert werden soll?
Das hängt vom zeitlichen Horizont und vom Zustand des Hauses ab. Steht eine umfassende Dachsanierung in naher Zukunft an, kann es sinnvoll sein, die Maßnahmen zu bündeln und direkt ein Gesamtkonzept zu planen. Liegt eine solche Sanierung aber noch in weiter Ferne, kann eine Deckendämmung als Zwischenlösung wirtschaftlich sein und die Heizkosten schon in den nächsten Wintern senken. In diesem Fall sollte die Ausführung so gewählt werden, dass sie sich später möglichst gut in eine Dachsanierung integrieren lässt oder ohne große Verluste angepasst werden kann.


